Elektronagler

Wie funktioniert eine Nagelmaschine?

Eine Nagelmaschine ähnelt in ihrer Funktionsweise einem gewöhnlichen Elektrotacker. Der Hauptunterschied: der Elektronagler ist leistungsstärker und kann dadurch statt er üblichen Klammern stärkere Nägel zu verschießen. So ist es auch möglich, härtere Materialien zu verwenden. Dazu zählen unter anderem Holz, Kunststoffe sowie Dämmplatten.

Verwendung

Durch die Verwendung eines Elektronaglers ist es möglich, die typischen Streifen, die normalerweise durch die Verwendung von Klammern entstehen, zu verhindern. Stattdessen sind nur die bedeutend kleineren Nagelköpfe zu erkennen. Durch die handliche und kompakte Bauweise mit ergonomischen Griffen ist ein gutes Handling möglich.

Bei besseren Geräten ist es möglich, die Nägel einzeln sowie aber auch in Intervallen zu setzen. Dabei sollte das Gehäuse ein relativ kleines Eigengewicht besitzen und nicht zu kantig und groß sein. Dies ist sehr wichtig für die flexible Nutzung des Geräts. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass das Gerät eine Füllstandanzeige für die Nägel besitzt; diese sollten sich auch relativ leicht nachfüllen lassen.

Die Kraft der Nagelmaschine ist abhängig von der Stromzufuhr. Geräte mit geringerer Stromzufuhr werden nicht dieselbe Kraft aufbringen können wie Geräte mit einer höheren. Ebenfalls ist bei kabelgebundenen Elektronaglern darauf zu achten, dass das Kabel entsprechend des Einsatzes lang genug ist. Dies sorgt für die nötige Handlungsfreiheit.

Auch sollte die Füllmenge relativ hoch sein. Gerade bei zeitaufwändigeren Projekten ist hier recht viel Zeit zu sparen, in dem keine ständige Nachfüllung notwendig wird.

Sicherheit

Elektronagler besitzen eine eingebaute Schlagsperre. Diese verhindert das Abschießen der Nägel in falsche Positionen; ein Abschießen ist erst möglich, wenn die Nagelmaschine gerade auf dem Material aufliegt. So kann verhindert werden, dass die Nägel am Material abprallen und eventuell durch die Luft fliegen. Ebenfalls blockiert die Sicherheitseinrichtung bei zu harten Materialien, um eine Überhitzung des Motors bzw. ein Verbiegen der Nägel zu verhindern.

Bessere Geräte verfügen nicht nur über ausreichend Kraft, sondern besitzen ebenfalls eine Schlagkraftregulierung. So passt sich der Elektronagler selbstständig beim Materialwechsel an die jeweilige Härte an. Dadurch kann man zum Beispiel bedenkenlos von relativ harten Holzsorten zu dicken Folien wechseln. Ebenfalls sollte die Nagelmaschine einen Netzschalter und ein leicht zu entnehmendes Magazin besitzen. Wichtig ist die Verwendung der passenden Nägel, ansonsten kann es zu Unfällen und Ladehemmungen kommen. Sollte sich ein nicht passender Nagel im Gerät verkeilen, lässt dieser sich unter Umständen nur noch sehr schwer entfernen.

Preise

Die meisten Elektronagler sind sogenannte Kombigeräte. Dies bedeutet, dass das Gerät sowohl eine Heftfunktion als auch eine Nagelfunktion besitzt. Relativ gute Geräte gibt es bereit ab 30 Euro zu erwerben. Dabei wurde auch schon die Ergonomie mitberücksichtigt. Natürlich ist nach oben sehr viel Luft, so gibt es zum Beispiel auch eine reine Nagelmaschine über 100 Euro zu kaufen. Für den reinen Heimwerkerbetrieb ist allerdings eine günstigere Variante meist schon mehr als ausreichend.

Vor dem Kauf

Vor dem Kauf ist es wichtig sich zu überlegen, was der Elektronagler alles können soll. Wie schon oben erwähnt, gibt es die Geräte in zwei Varianten: kabelgebunden oder mit Akku. Zu bedenken ist, das kabelgebundene Geräte deutlich mehr Leistung besitzen und zuverlässiger sind. Akkubetriebene Elektronagler verlieren meistens sehr schnell ihre volle Leistung. Ebenfalls geht der Akku ziemlich schnell leer.